Der Weinausbau
Auf der Domaine de l'Arjolle werden die meisten Weine auf der Hefe ausgebaut, sei es in Tanks oder in Barriques.

Bereits vor langer Zeit war es den Weinhändlern aufgefallen, dass die zuletzt beim Winzer verkosteten Weine nie so vollmundig und komplex schmeckten wie diejenigen vom selben Jahrgang, die sie 6 Monate zuvor dort gekauft hatten und die seitdem in den Barriques lagerten.
Irgendwann entdeckten sie, dass dieser Unterschied zwischen zwei vermeintlich gleichen Weinen daher rührte, dass die von ihnen gekauften Barriques auf dem Weg zu ihren Fasslagern wiederholt geschüttelt worden waren. Seit dieser Zeit wurde die Hefesatzlagerung als Weinbereitungsmethode gezielt angewendet.
Die Hefesatzlagerung :
Diese Weinbereitungsmethode ist traditionell Weiß- und Roséweinen vorbehalten.
Das Grundprinzip besteht darin, den Wein bis zur Abfüllung auf seinem Hefesatz zu belassen. Während dieser Zeit wird der Wein regelmäßig aufgerührt, so dass sich die Hefe immer wieder mit dem Wein vermischt. Dadurch erhält der Wein eine größere aromatische Komplexität und eine ausgeprägtere Struktur. Wir kontrollieren und bestimmen den Einsatz der „Bâtonnage“ – so wird das Aufrühren des Weins genannt – durch wöchentliches Verkosten der in Barriques bzw. Tanks lagernden Weine.
Die Barrique-Lagerung :
Auf der Domaine de l’Arjolle kommt den Barriques eine Schlüsselrolle im Weinausbau zu. Aufgrund unserer ständigen Suche nach dem besten Gleichgewicht zwischen Wein und Holzeinfluss füllen wir unsere Weine immer früher in Barriques um.
Bei der traditionellen Burgunder Ausbau-Methode, nach der trockene Weißweine in Barriques ausgebaut werden, kommt der Hefe eine Schlüsselrolle zu. Im Gegensatz zu den erst nach der Gärung in Holzfässer gefüllten Rotweinen gären Weiß- und Roséweine nämlich bereits in den Barriques, in denen sie anschließend mehrere Monate auf dem Hefesatz lagern. So können die Hefe, der Wein und verschiedene Bestandteile des Holzes in Wechselwirkung treten.
- Durch die Barrique-Lagerung werden dem Wein kontinuierlich kleinste Mengen Sauerstoffs zugeführt, was seinem Bouquet zuträglich ist; darüber hinaus gibt das Holz Tannine und Aromen an den Wein ab. Diese Prozesse begünstigen die Reifung des Weins. Allerdings müssen Weine, die in Barriques ausgebaut werden, von Haus aus eine ausreichende Struktur mitbringen. Ist dies nicht der Fall, werden sie durch die Aromen und die Tannine des Holzes überlagert – besonders beim Einsatz von neuen Barriques – und büßen an Typizität ein.
- Darum wird auf der Domaine de l’Arjolle dem Holzfassausbau die größte Sorgfalt entgegengebracht. Dies fängt bereits bei der Wahl der Küferei an denn die Qualität der Fässer hängt von dem handwerklichen Know-how des Küfers ab. Bei der Barrique-Herstellung sind alle Schritte wichtig. Der erste – die Wahl des Holzes – ist sogar ausschlaggebend. Für Rotweine wie den Cabernet und den Paradoxe stammt das beste Holz von den begehrten hundertjährigen Eichen aus Zentralfrankreich. Für die Weißweine, aus denen Equinoxe assembliert wird, bevorzugen wir hingegen amerikanische Eiche. Alle anderen Arbeitsschritte – das fachgerechte Zuschneiden, Lagern und Trocknen des Holzes, sowie natürlich das Toasten der Dauben (so heißen die Bretter, aus denen das Fass gebaut wird) – tragen zum Charakter des fertigen Barriques, und somit des darin ausgebauten Weins bei. Unsere im Barrique vergorenen oder ausgebauten Weine.
Um Ihnen die größtmögliche Qualität und eine kontrollierte Herkunft zu garantieren, gewährleisten wir die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte vom Rebstock – durch die Überprüfung aller Weinbauarbeiten – über die streng kontrollierte Weinbereitung und -lagerung bis zur Flaschenabfüllung.
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